EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Firedewald (Kreis Dresden) Bad von der Gleisseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Die Vermessungsarbeiten begannen im März 1882, die Bauarbeiten am 20. September 1883. Die Sächsische Staatseisenbahn eröffnete am 16. September 1884 feierlich die 16,63 Kilometer lange 750mm Schmalspurbahn zwischen Radebeul und Radeburg. Der damalige Haltepunkt Dippelsdorf ging am selben Tag in Betrieb. Er besaß eine hölzerne Wartehalle, einen Freiabort und einen umgebauten Wagenkasten als Güterschuppen. Außer dem Durchfahrgleis gab es noch ein Ladegleis. Der Haltepunkt wurde am 1. Januar 1901 zu einem Bahnhof mit einem Kreuzungs- und Ladegleis. Er trug damals die Bezeichnung Dippelsdorf.

Das Empfangsgebäude Friedewald Bad

Das aus Backstein errichtete traufenständige, zweistöckige Stationsgebäude mit Mezzanin (Halb- oder Zwischengeschoss) und auskragendem Satteldach wurde am 1. Januar 1902 in Betrieb genommen. Es war ein Typenbau, der an Orts- und Gleisseite jeweils einen Giebelrisalit (ein Bauteil, dass aus der Fassade vorspringt) besaß. Gurtgesimse (an Fassaden, das zwischen den Geschossen liegt), trennten optisch die Stockwerke. Das Bauwerk besaß Segmentbogenfenster und Türen. Offensichtlich wurde der Güterschuppen am nördlichen Gebäudegiebel angebaut. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1940 wurde der Bahnhofsname von Dippelsdorf in Friedewald Bad umbenannt. Der Güterverkehr wurde am 21. Mai 1993 eingestellt. Am 1. Januar 1994 übernahm die Deutsche Bahn AG (DBAG) die Strecke, die so schnell wie möglich stillgelegt werden sollte. Das Ladegleis baute man 1996 zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es einen Fahrdienstleiter im Bahnhof. Am 31. Dezember 2000 übernahm die DBAG Tochter Mitteldeutsche Bahnreinigungsgesellschaft (BRG) die Betriebsführung der Strecke. Am 11. Juni 2004 ging die Lößnitzgrundbahn zusammen mit der Weißeritztalbahn in die „BVO Bahn GmbH“ über. 2006 wurde die Lößnitzgrundbahn vom Freistaat Sachsen als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz gestellt. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wurde verkauft und ist weitgehend in seinem Urzustand erhalten. Der neue Eigentümer sanierte das Gebäude und baute einen Gartenzaun auf dem Hausbahnsteig.
Bilder Dippelsdorf
Luftaufnahme
Lößnitzgrundbahn Radebeul Ost Moritzburg

Bahnstation Friedewald (Kr. Dresden) Bad

Planung und Konzession